Tigra entdeckt Wien
Versteckte Innenhöfe in Wien – Ein Spaziergang durch die historische Altstadt
Manchmal genügt in Wien ein einziges offenes Haustor. Eben noch steht man in einer belebten Gasse der Innenstadt – wenige Schritte später in einem Innenhof, in dem vom Trubel der Stadt kaum noch etwas zu spüren ist.
Gerade die Wiener Altstadt im 1. Bezirk steckt voller solcher Überraschungen. Hinter den Fassaden jahrhundertealter Bürgerhäuser verbergen sich Arkaden, Pawlatschen, kleine Durchgänge und historische Höfe. Manche erzählen von der Wohnkultur vergangener Jahrhunderte, andere verbinden bis heute zwei Gassen miteinander.
Einige der schönsten Beispiele befinden sich nur wenige Gehminuten vom Boutique Hotel Das Tigra am Tiefen Graben entfernt. Wir nehmen Sie mit auf einen Spaziergang zu drei besonderen Innenhöfen, die einen anderen Blick auf das historische Wien ermöglichen.
Warum gibt es in Wien so viele historische Innenhöfe?
Die Häuser der Wiener Innenstadt entstanden häufig auf dicht bebauten Grundstücken. Hinter den Straßenfassaden entwickelten sich Innenhöfe, Nebengebäude und Verbindungen zwischen benachbarten Gassen.
Besonders charakteristisch sind die sogenannten Pawlatschen. Diese offenen, hofseitigen Laubengänge dienten als Zugang zu den Wohnungen. Sie waren zugleich Orte des täglichen Lebens: Hier begegneten sich Nachbarn, wurden Neuigkeiten ausgetauscht und alltägliche Arbeiten erledigt.
Eine weitere Besonderheit sind die Wiener Durchhäuser. Sie ermöglichen es, durch ein Gebäude oder mehrere miteinander verbundene Höfe von einer Straße in die nächste zu gelangen.
Was früher praktische Gründe hatte, macht heute einen besonderen Reiz der Wiener Altstadt aus.
Heiligenkreuzerhof – und plötzlich wird Wien ganz still
Einer unserer Lieblingsorte ist der Heiligenkreuzerhof, zwischen Schönlaterngasse 5 und Grashofgasse 3, 1010 Wien.
Man geht durch einen historischen Durchgang und die Atmosphäre verändert sich. Die schmalen Gassen bleiben zurück und vor einem öffnet sich ein großzügiger Innenhof.
Der Heiligenkreuzerhof gehört zum historischen Besitz des Zisterzienserstifts Heiligenkreuz und ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie eng die Geschichte Wiens mit seinen Klöstern und geistlichen Einrichtungen verbunden ist.
Dabei befindet man sich noch immer mitten im 1. Bezirk. Stephansdom und die belebten Straßen der Innenstadt sind nur wenige Gehminuten entfernt.
Nehmen Sie sich hier einen Moment Zeit. Nicht unbedingt, um etwas zu besichtigen. Schauen Sie sich die Fassaden an und genießen Sie für ein paar Minuten die ruhigere Seite der Wiener Innenstadt.
Bäckerstraße 7 – Renaissance hinter dem Haustor
Nicht weit entfernt wartet ein Innenhof, den man von der Straße aus kaum erwarten würde.
Hinter der Fassade der Bäckerstraße 7, 1010 Wien befindet sich der Arkadenhof eines Renaissancewohnhauses aus dem 16. Jahrhundert.
Besonders bemerkenswert sind die kunstvollen Schmiedeeisenarbeiten, die aus der Sammlung des Biedermeiermalers Friedrich Amerling stammen.
Die Bäckerstraße selbst lohnt einen genaueren Blick. Zwischen historischen Häuserfassaden und kleinen Geschäften lässt sich hier noch vieles vom alten Wien entdecken.
Draußen das geschäftige Stadtleben – hinter einem Haustor ein Renaissancehof. Genau diese Kontraste machen einen Spaziergang durch die Wiener Innenstadt so interessant.
Bräunerstraße 3 – ein Stück Wiener Wohnkultur
Ein weiteres Beispiel findet sich in der Bräunerstraße 3, 1010 Wien, dem Geburtshaus des Wiener Schauspielers, Dramatikers und Satirikers Johann Nepomuk Nestroy.
Im Innenhof zeigt sich jene Architektur, die für viele historische Wiener Wohnhäuser charakteristisch war: offene Pawlatschengänge, schmiedeeiserne Geländer und ein Wandbrunnen.
Während sich auf der nahe gelegenen Einkaufsstraße Graben Menschen aus aller Welt begegnen, erinnern solche Höfe daran, dass die Wiener Innenstadt über Jahrhunderte nicht nur ein Ort des Handels und der Repräsentation, sondern auch ein Wohnviertel war.
Wer durch die Bräunerstraße Richtung Hofburg spaziert, sollte deshalb nicht nur auf die prachtvollen Fassaden achten.
Manchmal befindet sich das Interessanteste direkt dahinter.
Unser Tigra-Tipp – Ein Spaziergang zu den versteckten Innenhöfen
Machen Sie aus den Wiener Innenhöfen keine Checkliste.
Starten Sie direkt beim Boutique Hotel Das Tigra, Tiefer Graben 14–20, und spazieren Sie über den Hohen Markt Richtung Stephansdom. Von dort geht es durch die kleinen Gassen der Altstadt in die Bäckerstraße.
Werfen Sie, sofern der Zugang geöffnet ist, einen Blick in den Renaissancehof der Bäckerstraße 7. Anschließend führt Sie der Weg über die Schönlaterngasse zum Heiligenkreuzerhof.
Von dort spazieren Sie zurück über Stephansplatz und Graben zur Bräunerstraße, wo sich ein weiteres Beispiel historischer Wiener Hofarchitektur befindet.
Planen Sie für den Spaziergang ungefähr 45 bis 60 Minuten ein, je nachdem, wie viel Zeit Sie sich für die einzelnen Stationen nehmen.
Bitte beachten Sie, dass einige der historischen Innenhöfe zu Wohnhäusern gehören und nicht jederzeit öffentlich zugänglich sind. Respektieren Sie geschlossene Eingänge und die Privatsphäre der Bewohner.
Und halten Sie unterwegs die Augen offen.
Vielleicht ist der schönste Innenhof Ihres Spaziergangs am Ende gar nicht einer der Orte, die wir Ihnen empfohlen haben. Vielleicht entdecken Sie ihn zufällig hinter einem geöffneten Tor.
Genau das mögen wir an der Wiener Altstadt: Stephansdom, Hofburg und Graben liegen nur wenige Schritte voneinander entfernt – und dazwischen gibt es immer wieder kleine Orte, die man erst auf den zweiten Blick entdeckt.
Das Boutique Hotel Das Tigra liegt mitten in diesem historischen Teil Wiens und ist damit der ideale Ausgangspunkt, um die Stadt zu Fuß zu erkunden. Viele der alten Gassen, Innenhöfe und Durchhäuser der Wiener Innenstadt befinden sich in Gehweite.
Man muss manchmal nur wissen, hinter welches Tor man schauen sollte.
Wo findet man schöne historische Innenhöfe in Wien?
Besonders sehenswerte Innenhöfe befinden sich im 1. Bezirk, beispielsweise im Heiligenkreuzerhof, in der Bäckerstraße 7 und in der Bräunerstraße 3. Viele liegen in unmittelbarer Nähe des Stephansdoms.
Was sind Pawlatschen in Wien?
Pawlatschen sind offene Laubengänge an der Hofseite historischer Wohnhäuser. Sie dienten als Zugang zu Wohnungen und waren wichtige Begegnungsorte für die Bewohner.
Kann man die historischen Innenhöfe in Wien kostenlos besuchen?
Einige Innenhöfe sind bei geöffnetem Zugang kostenlos zu besichtigen. Da manche zu privaten Wohngebäuden gehören, ist der Zutritt nicht immer möglich.